FREITAG 12.07.2019: 

CHAPMAN+TEXAS-SRAMBLE


SAMSTAG 13.07.2019: 

STABLEFORD


FREITAG: CHAPMAN+TEXAS SCRAMBLE

Der Chapman-Vierer ähnelt stark dem Vierer mit Auswahl-Drive, bietet spielerisch jedoch eine weitere Vereinfachung.

Beim Chapman-Vierer schlagen beide Spieler ab, dann spielen beide Partner über Kreuz jeweils den Ball des anderen weiter. Erst dann entscheiden sie, welchen Ball sie nun gemeinsam als Texas Scramble weiterspielen möchten.
Ist der ausgewählte Ball der Ball, den Spieler A als zweiten Schlag gespielt hat, spielt Spieler B seinen Ball von der gleichen Stelle wie Spieler A. Gezählt wird beim Chapman-Vierer nach Zählspielregeln. Die Vorgabe beim Chapmann-Vierer ist immer die halbe Summe der Spielvorgaben der Spielpartner für die Runde (0,5 auf ganze Schläge aufgerundet).

Beispiel:
A. Spieler 1 Spvg. 12
B. Spieler 2 Spvg. 24
Summe 36 davon 1/2 = 18

Das Team spielt mit einer Spielvorgabe von 18.

C. Spieler 3: Spvg. 13
D. Spieler 4: Spvg. 16
Summe 29 davon 1/2 = 14,5

Das Team spielt mit einer Spielvorgabe von 15.

Sonderregeln beim Chapman-Vierer
Besonderheiten der Regeln beim Chapman-Vierer ergeben sich durch den Spielmodus des "doppelten Abschlags". Zum Beispiel kann man nach folgenden Regeln spielen:
Nach dem Abschlag landen beide Bälle im Aus oder sind daher verloren: Das Wahlrecht kann sich in diesem Fall darauf beschränken, dass nur durch einen der Partner mit einem Strafschlag ein weiterer Ball ins Spiel gebracht werden darf. Sind nach dem Abschlag eines gemischten Paars ein Ball oder sogar beide Bälle verloren, werden die Bälle trotzdem über Kreuz weitergespielt. In dem Fall müsste also der Herr den nächsten Ball vom Damenabschlag und die Dame den nächsten vom Herrenabschlag spielen. Danach erfolgt die Entscheidung für einen der beiden Bälle. Ein provisorischer Ball darf beim Chapman-Vierer nach dem Abschlag für beide Bälle gespielt werden. Erst bei einem provisorischen Ball für den zweiten Schlag würde der provisorische Ball damit auch automatisch neuer Ball im Spiel.

Brutto/Netto-Berechnung
Das gemeinsam erspielte Bruttoergebnis je Loch wird in die Scorekarte eingetragen. Hiervon wird am Ende der Runde die Vorgabe abgezogen, um das Nettoergebnis zu erhalten

Sonderwertungen
- Nearest to the PIN; Bahn 4
- Longest Drive; Bahn 14

SAMSTAG: STABLEFORD

Ausgespielt werden die Nettoklassen: A, B, C sowie Brutto.

Das Zählspiel nach Stableford ist eine Spielform im Golf, die 1898 von Dr. Frank Stableford erfunden, 1932 erstmals offiziell angewandt und 1968 in die Golfregeln aufgenommen wurde.

Hierbei erhält der Spieler an jedem Loch für den gespielten Score sogenannte Stableford-Punkte gemäß der folgenden Tabelle:

drei unter Par | 5 Punkte
zwei unter Par | 4 Punkte
eins unter Par | 3 Punkte
Par | 2 Punkte
eins über Par | 1 Punkt
zwei über Par und schlechter | 0 Punkte

Charakteristisch für die Stableford-Wertung ist, dass besonders schlecht gespielte Löcher unterproportional stark ins Gewicht fallen, da es keine negativen Punktzahlen gibt. Ein nicht zu Ende gespieltes Loch wird mit einem Strich auf der Scorekarte vermerkt und zählt ebenfalls 0 Punkte. Somit ist es bei Stableford-Wettspielen unschädlich und üblich, wenn ein Spieler, der an einem Loch keine Punkte mehr erzielen kann, aus Gründen der Zeitersparnis seinen Ball aufhebt und somit auf das Einlochen verzichtet.

Bei einer Nettowertung nach Stableford bekommt der Bewerber sogenannte Vorgabeschläge, die auf die zu spielenden Löcher verteilt werden. Jeder Vorgabeschlag setzt das "persönliche Par" um einen Schlag hinauf. So erhielte man bei zwei Vorgabeschlägen und einem gespielten Bogey drei Stableford-Punkte, ein Score von 3 über Par ergäbe immerhin noch einen Punkt, da dies sozusagen dem "persönlichen Bogey" gleich käme. Ist die Anzahl der einem Spieler zustehenden Vorgabeschläge kein Vielfaches der Anzahl der zu spielenden Löcher, so findet notwendigerweise eine ungleichmäßige Verteilung statt. Hierbei orientiert man sich am Schwierigkeitsgrad der einzelnen Löcher, die vom Betreiber des Golfplatzes vorab festgelegt wird. Die Vorgabeschläge werden dann in der Reihenfolge vom schwierigsten zum leichtesten Loch zugeteilt.

Kommt ein Spieler an jedem Loch auf zwei Punkte, so ergibt dies 18 x 2 = 36 Punkte und man sagt er habe genau sein Handicap gespielt. In Ländern wie Deutschland, wo die Handicaps der Golfspieler nach Stableford ermittelt werden, kann eine Punktzahl ungleich 36 zu einer Verbesserung oder Verschlechterung des Handicap führen.

Sonderwertungen
- Nearest to the PIN; Bahn 4
- Longest Drive; Bahn 14



Quelle: golf-for.business.de / Golf Lexikon